Somatische Prozessbegleitung
“I don’t go to therapy to find out if I’m a freak. I go and I find the one and only answer every week. And when I talk about therapy, I know what people think. That it only makes you selfish and in love with your shrink. But, oh how I loved everybody else. When I finally got to talk so much about myself.”
Zitat von Dar Williams, What Do you Hear in These Sounds
Ich glaube wir sind ja alle ein wenig freakig. Und das ist gut so.
Das Zitat würde ich ergänzen, wie mehr ich lieben kann nach aussen, wenn ich endlich mein Körper wieder mitnehme und nach innen gehe. Und wie mehr ich mich selber lieben kann…
Wenn der Körper mitreden darf.
Eine Begleitung für dich, wenn du nicht nur verstehen möchtest, was mit dir los ist, sondern auch wieder spüren möchtest, was in dir passiert.
Gespräch trifft auf Körperwahrnehmung, Bewegung und achtsame Körperarbeit.
Schritt für Schritt. In deinem Tempo.
Somatische Prozessbegleitungen
in Bern oder online.
Vielleicht kennst du das?
Du funktionierst. Du denkst viel. Du verstehst dich eigentlich ziemlich gut – und trotzdem kommst du an manchen Stellen nicht weiter.
Anspannung.
Vielleicht bist du oft angespannt, ohne das du genau weisst, was gerade dazu führt.Alles zu viel.
Vielleicht merkst du es zu spät, dass dir eigentlich gerade wieder alles zu viel ist.Abgetrennt.
Vielleicht fühlst du dich oft von Dir selber und von anderen abgetrennt, nicht wirklich zugehörig und verbunden.Zu viele Gedanken.
Vielleicht bist du sehr im Kopf und hast wenig Zugang zu dem, was dein Körper eigentlich wahrnimmt.Grenzen.
Vielleicht merkst du, dass es dir immer wieder schwerfällt deine Grenzen zu setzen und Ja sagst, obwohl du Nein fühlst. Oder deine Grenzen überhaupt zu spüren.Nicht noch ein weiteres To Do.
Vielleicht möchtest du etwas in deinem Leben verändern, aber nicht schon wieder mit noch mehr Selbstoptimierung.Dann ist dies vielleicht genau der Moment den Körper mit ins Boot zu holen. Dein Körper mitreden und fühlen zu lassen in deinem Alltag.
Was ist Somatische Prozessbegleitung?
Nicht alles lässt sich im Kopf lösen.
Somatische Prozessbegleitung verbindet Gespräch und Körperarbeit.
Wir sprechen über das, was dich beschäftigt. Gleichzeitig beziehen wir deinen Körper mit ein: deine Wahrnehmung, deinen Atem, Bewegungsimpulse, Spannung, Empfindungen und das, was gerade in dir passiert.
Denn manches wissen wir bereits mit dem Kopf – und trotzdem fühlt es sich noch nicht so an. Es ist noch nicht verkörpert,
Der Körper kann dabei eine andere Tür öffnen.
Weil Wahrnehmen, Spüren und Erleben etwas Anderes ermöglichen können als reines Nachdenken. Es kann uns wieder lebendiger fühlen, Grenzen besser wahrnehmen und unser Leben, wie es uns wirklich gut tut, mehr ausrichten.
Du musst dabei nichts leisten.
Es geht nicht darum einen bestimmten Zustand im Körper herbeizuführen.
Wir schauen gemeinsam, was gerade möglich ist.
Und das wird genau richtig sein für Dich.
Somatische Prozessbegleitung kann eine eigenständige Form der Begleitung für Menschen sein, die sich mit persönlichen Themen nicht nur über das Gespräch, sondern auch über den Körper auseinandersetzen möchten.
So läuft eine Sitzung ab.
Eine Sitzung kann ganz unterschiedlich aussehen.
Es gibt keinen festen Ablauf. Denn jeder Mensch, jeder Geist, jedes Nervensystem und jeder Körper ist und reagiert anders.
Trotzdem möchte ich Dir etwas Orientierung und eine Vorstellung davon geben.
01 - Ankommen - wir nehmen uns Zeit.
Wo im Raum fühlt sich dein Körper heute gerade wohl? Wo zieht es dich hin? - Dies nehmen wir meist gerade als Orientierungsübung und sanftes Ankommen mit dem Körper in den Räumlichkeiten.
Was beschäftigt dich gerade aus deinem Alltag? Vielleicht beginnen wir auch hier und du erzählst.
02 - Es wird langsamer.
Wir richten die Aufmerksamkeit auf deinen Körper.
Wie geht es dir heute – nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper? Was ist wahrnehmbar an Spannung, Gefühlen, bestimmte Körperbereiche?
Manchmal navigieren wir auch direkt von einem Erlebnis oder einem Satz, den du mir gerade aus deinem Alltag erzählt hast. Und schauen, wie fühlt sich dies im Körper an.
Vielleicht ist in einem Bereich deines Körpers eine Wahrnehmung.
Vielleicht fühlst Unruhe. Vielleicht Spannung. Wärme. Schwere oder Weite. Vielleicht ein Bild oder eine Farbe.
Oder zunächst einmal gar nichts.¨
Alles davon, gibt uns eine Richtung oder eine Information, um weiterzugehen.
03 — Erforschen
Wir bleiben bei dem, was sich zeigt – ohne es sofort erklären oder verändern zu müssen.
Wir verweilen mit dem Gefühl im Körper.
Du spürst einer Empfindung nach.
Es kann ein Bewegungsimpuls, ein Gähnen, ein tiefer Atemzug nach sich ziehen.
Oder eine Position möchte verändert werden.
Manchmal sprechen wir darüber.
Manchmal braucht es gerade nicht viele Worte.
Wichtig:
Wir pendeln dabei von unangenehmen Gefühlen wieder zurück in die angenehmen. Damit der Körper lernt, dass auch neben den unangenehmen Gefühle immer etwas Angenehmes im Körper im Körper auffindbar ist.
Wir lernen ihm so sanft, die unangenehmen Gefühle zu halten und nicht wegdrücken zu müssen. Sie sind Teil von uns - so entsteht langsam Regulation.
04 - Integrieren.
Zum Schluss nehmen wir uns Zeit, wieder zu landen. Mir ist wichtig, dass du ganz auf deinen Füssen wieder ankommst und ich Dich mit einem Gefühl für dich selber wieder aus der Sitzung gehen lassen kann.
Wir schauen, was hat sich verändert? Wie bist du jetzt da?
Was möchtest du mitnehmen?
Manchmal ist es ein klarer Gedanke und manchmal auch eine neue Körperempfindung.
Manchmal einfach das Gefühl: Da ist wieder etwas mehr Raum.
Wer Dich begleitet.
Ich bin Christina – Sozialarbeiterin, Yogalehrerin und Somatic Practitioner.
Durch meine mehrjährige Arbeit im psychiatrischen Kontext kenne ich die Kraft des Gesprächs und die Komplexität menschlicher Prozesse. Durch Yoga und meine Weiterbildungen in Körperarbeit habe ich gleichzeitig erfahren, wie viel sich verändern kann, wenn der Körper nicht nur „mitgemeint“, sondern wirklich einbezogen wird.
Durch Eigenerfahrung in traumatherapeutischer Prozessarbeit, konnte ich erfahren wie der Körper mitarbeitet. Ich lehne mich stark an die Methode des Somatic Expieriencing an.
In meiner Arbeit verbinde ich deshalb Gespräch, Körperwahrnehmung und Körperarbeit – klar, achtsam und ohne Druck.
Du musst nichts können.
In der Körperwahrnehmung oder auch im Yoga, haben viele immer wieder das Gefühl, es muss schon viel Können da sein. Doch genau deswegen gehen wir zum Yoga, zur Therapie oder zu einer Somatischen Prozessbegleitung. Um uns liebevoll was Neues zu lernen.
Du musst nicht gut spüren können.
Du musst deine Gefühle nicht benennen können.
Du musst deine Geschichte nicht perfekt erzählen.
Und du musst auch nicht wissen, was du eigentlich brauchst.
Vielleicht spürst du sehr viel, vielleicht spürst du kaum etwas.
Wir beginnen dort, wo du gerade bist.
Die Methode folgt dir und nicht umgekehrt.
Termin oder kostenloses Erstgespräch buchen für Körperarbeit in Bern (oder online)
Achtung!
Ich bin nicht krankenkassen-anerkannt als Komplementär-Therapeutin. Die Sitzungen sind für Selbstzahler:innen. Kontaktiere mich dennoch für alternative finanzielle Lösungen.
Was Somatische Prozessbegleitung
nicht ist.
Nur noch Ruhe, Friede und angenehme Gefühle in deinem Leben.
Diese Annahme wäre ein Trugschluss.
Auch mit einem sichereren Nervensystem, wirst du manchmal in dysregulierte Zustände kommen.
Eine neue Sicherheit im Körper zu spüren ist unglaublich wertvoll und kann sich sehr erfüllend anfühlen. Eine langersehnte Entspannung, wie wir sie vielleicht nie kannten, da sich Muster bis in die Kindheit auflösen können.
Jedoch: Gerade wenn du ein neues Verständnis und Gefühl von Sicherheit in deinem Körper verankerst, wirst du umso mehr wahrnehmen, welche Situationen Dich aus der neu gewonnenen Balance herausnehmen und dich dysfunktional aktivieren.
Du spürst deine Grenzen besser, was dazu führt, dass du sie klarer ausdrückst und kommunizierst. Du wirst mehr Ecken und Kanten haben - auch im sozialen Umfeld, kann dies zu Veränderungen führen. Was aber nachhaltig für dich Gesundheit bedeutet.
Übergänge in ein sichereres Nervensystem sind Arbeit.
Dies benötigt Integration und Zeit.
Deine langersehnte Heilung in kurzer Zeit.
Ich gebe keine Heilversprechen. Klar, fair, direkt.
Ich halte Raum, gebe Impulse, nehme wahr, höre zu.
Was passiert, entscheidet in erster Linie Dein geprägtes Nervensystem und Dein Körper. Dort dürfen wir vertrauen (dies ist bereits Körperarbeit!), dass der Körper exakt das aufnimmt und integriert, wozu er im jetzigen Zeitpunkt bereit ist. Er entscheidet in jedem Moment, wo es sicher genug ist, einem Impuls oder Gefühl zu folgen, und was er in Angriff nehmen mag, verarbeiten oder loslassen möchte. Wenn er (noch) blockiert oder hält, macht er das aus gutem Grund, um Stabilität und Sicherheit aufrecht zu erhalten.
Regulation braucht Zeit. Braucht Raum. Das Nervensystem, darf langsam wieder vertrauen lernen, wo vorher Unsicherheit war. Das ist ein Prozess.
Genieße die Reise!
Trauma / fachliche Abgrenzung
Ein wichtiger Hinweis
Meine Arbeit ist traumasensitiv ausgerichtet. Ich begleite jedoch keine akuten schweren Traumafolgestörungen, akute PTBS oder akute dissoziative Zustände.
Wenn ich den Eindruck habe, dass eine andere Form der fachlichen Unterstützung sinnvoller ist, spreche ich das offen an und verweise dich gegebenenfalls an eine entsprechend qualifizierte Fachperson.
Du musst nicht alles alleine tragen.